Dienste und Zwecke erfassen
Erstelle eine Übersicht über Statistik, eingebettete Medien und andere Dienste. Relevant sind neben Cookies auch vergleichbare Zugriffe auf Endgeräte. Für unbedingt erforderliche Vorgänge gelten andere Voraussetzungen als für optionale Zwecke. Kläre die Anforderungen anhand der tatsächlichen Konfiguration, bevor du einen Dialog entfernst.
Entscheidungen zugänglich machen
Annehmen und Ablehnen sollten ohne Suchen möglich sein. Erkläre Kategorien in verständlichen Worten und vermeide vorausgewählte optionale Zwecke. Nouwens und Kollegen untersuchten, wie die Gestaltung von Einwilligungsdialogen Entscheidungen beeinflusst. Unsere Gestaltungsempfehlung daraus: erklären und wählen lassen, statt durch versteckte Alternativen zu lenken.
Die tatsächliche Umsetzung prüfen
Beispiel: Ein Büro bindet ein externes Video ein. Prüfe, ob vor einer erforderlichen Einwilligung bereits Verbindungen entstehen und ob ein Widerruf berücksichtigt wird. Ein Footer-Link macht Einstellungen wieder erreichbar. Lokale Schriftdateien oder weniger externe Dienste reduzieren Datenflüsse, ersetzen aber keine Prüfung der verbleibenden Verarbeitung.
Dein nächster Schritt
- Erfasse Dienste, Zwecke und Datenflüsse.
- Prüfe Annehmen, Ablehnen und erneutes Öffnen.
- Lass rechtliche Voraussetzungen deiner Konfiguration fachkundig prüfen.
Einordnung & Quellen
Die Studie von Nouwens et al. (2020) untersucht Einwilligungsdialoge und Entscheidungsverhalten. Sie ist keine rechtliche Bewertung einzelner Websites. Technische und rechtliche Voraussetzungen müssen für die verwendeten Dienste separat geprüft werden.
Dark Patterns after the GDPR: Scraping Consent Pop-ups and Demonstrating their Influence (externe Studie, neuer Tab)
Nouwens, Liccardi, Veale, Karger & Kagal · 2020
Einordnung: Versuchsbedingungen lassen sich nicht pauschal auf jede Website übertragen; keine individuelle rechtliche Bewertung.